Tarifvertrag bodenverkehrsdienste berlin brandenburg

Das umstrittenste Thema in den Verhandlungen betraf das Mindestlohnniveau in der Branche. Zu Beginn der Verhandlungen forderte die ETTA einen monatlichen Mindestlohn von 7.718 EEK (rund 493 Euro per 18. Januar 2008) für Fahrer und Mechaniker sowie einen Mindeststundenlohn von 45,40 EEK (2,90 Euro). Verglichen mit den Bestimmungen des bisherigen Tarifvertrags bedeutete die Forderung der Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von fast 43 %. Die wichtigsten Änderungen in Bezug auf Arbeitszeit und Ruhezeit beziehen sich auf die Art und Weise der Erfassung der Gesamtarbeitszeit und die Aufteilung des Arbeitstages. Bei der Berechnung der Arbeitszeit wurde vereinbart, daß bei einer Berechnungsfrist für die Erfassung der Gesamtarbeitszeit zwei Monate überschritten werden, 60 % des sektoralen Mindestlohns für Überstunden gezahlt werden. Was die Aufteilung des Arbeitstages für die Fahrer im Personenverkehr betrifft, so kann sie in getrennte Arbeitszeit- und Ruhezeiten unterteilt werden. Die Ruhezeit zwischen den festgelegten Arbeitszeiten sollte mindestens drei Stunden betragen, und die Bereitschaftszeit, die nicht in der Arbeitszeit enthalten ist, wird nach der zweiten Stunde Bereitschaftszeit entsprechend dem sektoralen Mindestlohn bezahlt. Die Gewerkschaft Verdi hatte sich bereits 2018 während der Schließung von Tegel auf den Stellenabbau im Jahr 2018 vorbereitet und dem Ausscheiden der alten Beschäftigten mit einer Abfindung im Rahmen eines Sozialplans zugestimmt. Nach dieser Vereinbarung belief sich die Abfindung auf bis zu 15 Monatsgehälter. Durch die Insolvenz wird diese nun auf maximal 2,5 Monatsgehälter reduziert.

Eines der Hauptziele der WISAG ist es, diese Menschen und ihre Ansprüche auf einen Sozialplan und eine Betriebsrente loszuwerden. Die Nachricht von der Vernichtung von rund 800 Arbeitsplätzen bei wisAG Ground Services Tegel schlug vor zwei Wochen blitzartig ein. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Arbeitsplätze im Bodenservice an den Flughäfen Tegel und Schönefeld. Neben den WISAG Bodendienstleistungen gehören auch die Gebäude- und Raumreinigungsmannschaften der Facility Service GmbH und der Pool von Leiharbeitern (für die Automobilindustrie) der WISAG Industrie Service Holding GmbH zum Netzwerk der Tochtergesellschaften der WISAG-Gesellschaft, die insgesamt über 51.000 Mitarbeiter beschäftigt. In Zusammenarbeit mit Subunternehmern stellen sie sicher, dass alle Leiharbeiter rechtzeitig auf ein anderes WISAG-Unternehmen überstellt werden können, bevor sie nach zweijähriger Betriebszugehörigkeit im selben Unternehmen einen Rechtsanspruch auf eine Festanstellung erwerben.

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